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Ich
musste sehr früh aufstehen da mein Zug schon um 6:26 abfuhr, das bedeutete
auch kein Frühstück (erst ab 7 Uhr). So kaufte ich mir in meiner
Verzweiflung am Vorabend 2 Semmeln und eine Bolognese Sauce, “ja genau es
schmeckt auch so wie es sich anhört (besonders zum Frühstück)“.
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Ein
schöner Sonnenaufgang verhieß uns einen sonnigen und warmen Tag.
Auf der kurzen Zugfahrt gönnte ich mir dann noch einen Müsliriegel und
verbrachte die Zeit mit abkleben diverser Stellen.
Hatte zudem ein ungutes Gefühl
1. zuwenig gegessen
2. Puls zu hoch (wohl die Psyche)
3. ich hatte kein Ticket (war nicht klar definiert, hätte zwar gedacht man
braucht keines, aber im Zug hatten alle Läufer eine Fahrkarte)
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Die
Zugfahrt hab ich gut überstanden, nun wurden wir am Bahnhof von Mestre in Busse "gestopft" und zum ca. 25KM
entfernten Start in Stra gefahren.
Die Fahrt war sehr schön (ich hatte ja auch einen Sitz-Fenster-Platz) so
konnte man schon mal die ersten 25KM der Strecke besichtigen.
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Das
andere "etwas" negative war, dass wir nun fast 2 Stunden vor dem
Start vor Ort waren und uns den A.... abfroren da
es sehr kühl war. So verzog ich mich in ein Zelt in dem es nach sämtlich am
Markt erhältlichen Salben und Cremes roch (hier wurde geschmiert was das Zeug
hielt).
Aber zumindest war es warm, ich hatte (zuviel) Zeit zu überlegen.
- was ziehe ich an
- welche Zeit laufe ich
- was macht der Puls
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Als ich
im Startblock (danke meiner Budapest-Zeit 3:19 im 1. Block!!!!) stand,
bemerkte ich den ersten Fehler (ich hatte zwei T-Shirts an).
Kleiderabgabe war bis 8:30 Uhr und da war es noch kalt um 9:15 blitzte kurz
die Sonne raus und es wurde schon jetzt sehr warm aber mein Trikot wollte
ich nicht wegwerfen.
Zudem wurde während einer Pinkelpause am Fluss, der Startblock von hinten
geöffnet und so überholten mich gut 500 langsamere Mitläufer.
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Um ca.
9:35 (mit 15 Minuten Verspätung) durften wir starten. Man musste aber bis spätestens
9 Uhr im Startblock sein, so wartete ich ganze
40 Minuten im Startblock, also nichts mit warmlaufen.
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Der 1.
KM war Chaos pur, die Strecke für 6000 Starter eindeutig zu schmal und
natürlich die "Langsamen" die ganz vorne stehen müssen.
Es ist sogar eine Läuferin neben mir schwer gestürzt, ich hoffe sie konnte
weitermachen.
Es ging immer an dem kleinen Flüsschen Brenta entlang.
Rechts der Fluss und links alte und prächtige Villen.
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Die
kleinen Orte die man durchquerte waren regelrechte Partymeilen. Es war ja
schon mein 4. Italo Marathon aber so eine Stimmung
hab ich noch bei keinem annähernd erlebt.
Mir ging es gut und der Puls war OK, so beschloss ich nach 7 KM meine
Bestzeit anzugreifen.
Eine 3:09 geschweige denn eine 2:59 war nicht mehr drinnen, aber eine 3:15
und somit neue Bestzeit (bisherige 3:19) sollte es schon werden.
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Während
sich der Papa die Seele aus dem Leib rennt hatten es Mama und die Kinder
sichtlich auch nicht leicht. ;-)
Das erste Drittel legte ich in ziemlich genau 1:05 zurück also im Plan auf
3:15.
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ca. bei
KM 20 kam man nach Marghera und danach in die "Großstadt" Mestre,
hier war sozusagen der 2. Marathon Teil, ein Stadtmarathon wie man ihn
kennt.
Besondere Highlights waren hier jetzt nicht zu erkennen.
Die Halbmarathon Marke erreichte ich nach 1:37:03
Was mir aber Sorgen machte war, dass es immer wärmer wurde, es waren schon
deutlich über 20°C
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Bei KM
28 kam man dann in einen schönen Park (San Giuliano) an dem wir am Vortag
unsere Startunterlagen abgeholt haben, auch hier haben sich viele Fans
versammelt.
Und ich lag immer noch voll im Plan 2:09 nach 2/3.
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Sozusagen
der 3. Teil des Marathons (in dem Park) legten wir ca. 5 KM zurück und hier
wurde es dann auch hart. Es waren immer wieder kleinere Steigungen zu
überwinden.
Und nun wurde es richtig heiß, ich war wohl durch die letzten Wochen schon
auf Winter eingestellt und nun waren wir bei über 25°
Zudem gingen mir langsam die Körner aus, denn in Italien gibt es meistens
erst ab KM 20 Verpflegung (vorher nur Wasser) ich hatte zwar 2 Gels dabei
aber da am Vortag keine Nudelparty war und ich nicht richtig gefrühstückt
hatte, ........
Ausreden hab ich immer genug, ....
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Ziemlich
genau bei KM 30 bemerkte ich dass die Gruppe mit der ich die letzten 7 KM
gelaufen bin plötzlich das Tempo anzog und mir davon gerannt ist, ebenso
der Rest der Läufer.
Ich dachte die wollen nun wohl anziehen, aber bei KM 31 bemerkte ich, dass
der Rest nicht schneller geworden ist sondern ich um 20 Sekunden langsamer,
..........
OK, das war dann wohl der "Hammermann" und nun kam auch noch eine
ordentliche Steigung auf die große Brücke die uns auf den
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4. Teil
des Marathons brachte. Wir liefen ab KM 33 auf die ca. 4 KM lange (nicht
endende) Brücke, die Venedig mit dem Festland verbindet
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und ab
hier war ich dann wieder einmal soweit, mit der Laufwelt und dem ganzen Sch.....
abzuschließen. Ich glaube jeder Marathonläufer weiß was ich meine.
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Danach
dann ein Highlight und eine Überraschung ich traf meine Familie, die mir
für die letzten 5 KM noch mal Mut zusprachen,
"tja, nett gemeint aber gebracht hat´s
nix"
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In der
Ausschreibung war die Rede von 13 Brücken die zu überqueren sind und
nachdem ich schon ca. 7 hatte dachte ich es wären noch 6. Daher
"freute" ich mich über das "Ponti
alla Fine - 14 Schild" logischerweise besonders ;-(
Jeder der sich nun denkt,
"pft, was ist denn an so einem kleinen Brücklein so schlimm", dem kann ich nur empfehlen
mal in Venedig 40 KM zu laufen und dann noch 14 Brücken zu überqueren.
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Auf dem
Foto rechts kann man die ganze Freude des Marathonlaufens sehen.
Mir war HEISS, ich war kaputt und wie man erkennen kann um
ca. 20 Jahre gealtert .........
Aber ich war noch auf Bestzeitkurs die 3:15 konnte ich vergessen aber eine
3:17 kann es noch werden, bzw. wenn ich jetzt ans bzw. über´s
Limit gehe vielleicht eine 3:16.
Nachdem man nun durch das "Hafenviertel" von Venedig gelaufen ist,
kam nun der 5. Teil der Strecke und der hatte es optisch in sich.
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Leider
hatte dieser letzte Streckenabschnitt nur
2 KM. Obwohl ich "zerstört" war, genoss ich diese
2 letzten KM und ich Sch.... auf die 3:16.
Ich lief, machte Fotos und es war unbeschreiblich:
das Wetter, die Bauwerke, das Meer, .......
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Sogar
über dem Canale Grande war eine
"provisorische Holzbrücke" extra für den Marathon gebaut worden.
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Es
waren nicht Hunderte, sondern Tausende
(Fans, Touristen, Zuschauer) die uns nach vorne brüllten.
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Das
Foto musste sein, aber wie in Paris immer ohne Spitze.
Die Leute hat es amüsiert, bei KM 41 fotografieren und nicht mal so langsam
zu laufen.
Und wie man sieht wurde die Laune auch wieder besser.
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Nach
3:17:29 kam ich ins Ziel,
somit neue Bestzeit und
Marathon # 18 gefinisht.
Was will man mehr.
Da störte es mich dann auch nicht dass das letzte Drittel mit 1:07 „zu
langsam“ war
Übrigens
Platz 616 (netto)
und 630 (brutto)
von immerhin 6000 Teilnehmern und
5541 Finishern
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Es gab
eine schöne Medaille, welche die Spitze der Gondeln darstellt.
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Organisatorisch
war alles bestens geregelt. Es gab nirgends Wartezeiten, ich bekam mein
Päckchen und einen Verpflegungsbeutel. Außerdem hätte ich mich auch noch
gratis Massieren lassen können, wollte aber zurück zu meiner Familie, die
in der Nähe des Bahnhofes auf mich wartete.
Leider bekam ich keine Nudeln (bei der Nudelparty) da ich meinen Bon
verloren habe. Das hab ich nicht OK gefunden, aber ehrlich gesagt wer hat
schon nach einem Marathon bei ca. 27° Lust auf einen Teller dampfende
Nudeln.
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Die
Kinder sahen sich in der Zeit Kreuzfahrtschiffe an und waren von dem
Anblick der Riesen überwältigt.
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Was für ein Finish - Bereich
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Es war
alles ordentlich gekennzeichnet und so hab ich dann auch mein "Shuttle-Boat" nach nur einem kurzen "Verläufer" gefunden.
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Auf dem
Schiff das uns kostenlos nach Venezia - Tronchetto brachte machte ich dann noch jede Menge
Fotos von der Strecke vom Wasser aus und gönnte mir eine sehr gute "Finisher Halbe".
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Markusplatz
und ........
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Auf dem
Foto sieht man die Brücke über den Canale Grande
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!!! Der
glückliche Papa und stolze Finisher
oder stolze Papa und glückliche Finisher …!!!
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Mit dem
Zug ging es dann in nur 20 Minuten zurück zu unserem Hotel.
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Keine
Zeit zum Durchschnaufen, beim Hotel ab ins Auto und direkt nach Jesolo (der näheste Strand)
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Traumhaft,
Ende Oktober bei 25° am Meer spazieren gehen!!!
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Bei
einem Gelati hatten wir dann noch den perfekten
Abschluss unserer Reise.
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Ich habe noch viel mehr Fotos (über 150) von diesem unvergesslichen
Wochenende unter
http://picasaweb.google.com/lt.zwecks.da.gaudi/2009_10_25_Venedig_Marathon
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