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Bericht:
"No Risk - No Fun", "No Pain - No Gain"
"Sie haben starke
"Extrasystolen", vergessen Sie erst mal Sport, vermeiden Sie
jeglichen Stress und gönnen Sie sich absolute Ruhe bis die
Ursache geklärt ist."
So war die Diagnose meines Arztes. Ich bemerkte vor 2 Wochen Herzrhytmusstörungen, die besonders in Ruhe sehr stark waren.
Jedoch zeigten ein normales, ein Belastungs- und ein Dauer-EKG,
dass es sich um "harmlose" Extrasystolen handelt.
Mir wurde das Laufen wieder erlaubt und mein Arzt unterschrieb
mir sogar mein Gesundheitszertifikat für den Reggio Marathon.
Aber da die "Doppelschläge bzw. Aussetzer" immer noch ziemlich
stark waren, war mir nicht besonders wohl bei dem Gedanken den
Puls über 3-4 Std. auf 90-95% hochzujagen.
Also "No Risk"
Ich beschloss am Marathon teilzunehmen und eine gemütliche
4:59 zu laufen, um den Puls und den Körper nicht an seine
Grenzen zu bringen
So wird sozusagen der Reggio Marathon als Testlauf für den
Bieler 100er, der im Juni 2009 auf meiner Wunschliste steht.
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Am Freitag ging es direkt
nach der Schule mit Kind und Kegel für insgesamt 530 KM Richtung
Süden.
Auf dem "schneereichen" Brenner gabs eine kleine Schneepause für
die Kinder und nach einer kurzen Schneeballschlacht wurde die
Reise fortgesetzt. |
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| Kurz vor der
Ausfahrt waren schon die 3 wirklich schönen Brücken - quasi die
"Wahrzeichen" Reggios - zu sehen. |
Dann ging es gleich
zu der Messe wo die Startunterlagen abgeholt wurden,
leider waren die Parkplätze nicht optimal
ausgeschrieben, das hatte zur Folge, dass wir so lange
planlos durch Reggio kurvten bis sich Andreas im Auto
übergab. Aber als wir dann hingefunden haben ging alles
relativ schnell und wir fanden auf dem Rückweg sofort unser
Hotel.
Leider wurde uns dort mitgeteilt dass das Hotel
ausgebucht ist, und wir kostenlos in einem "besseren" Hotel (Ramada)
untergebracht werden. Soviel zu 16 € / pro Pers. / Nacht
Das Hotel Ramada war nur 300 m entfernt und als wir
unser Zimmer (Suite im obersten Stockwerk) gesehen haben
hätte uns bald der Schlag getroffen.
Diese hätte normal 320€ pro Zimmer/Nacht gekostet und
wir bekamen sie für insgesamt 64 € pro Zimmer/Nacht.
So einen
Luxus haben wir noch nie gesehen. Dazu kam noch die
super
Aussicht. Wir hatten 3 große Glasfassaden bei der
wir Abends bei einem Glas Wein einen herrlichen Blick über
Reggio hatten.
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| Am Samstag ging es
dann ins Ferrari Museum nach Maranello, war zwar für uns
"Nicht-Auto-Fans" nichts besonderes aber wenn man schon
mal in der Gegend ist sollte man das auch mitnehmen. Die
Kinder waren begeistert. |
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Am Samstagabend wollte ich mir Pasta bei einem Italiener
gönnen, da die Stadt jedoch sehr "italienisch" ist,
beherrschen die Leute dort auch kein "touristendeutsch"
und oftmals auch kein englisch. Ich bestellte mir
Tagliatelle, bekam jedoch Tagliata (Rindfleisch auf
Rucola).
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Am
Wettkampftag ging es dann um 7:30 Uhr mit hoteleigenem
Shuttle direkt zur Marathonmesse. Dort relaxte ich noch
ein wenig und machte mich um kurz vor 9 auf zum Start.
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Der Startblock war
nur wenige Meter entfernt uns es gab keinerlei Gedränge,
ich reihte mich für meine 4:59 ganz hinten ein und da es
Nettozeit gab(Chip war festgeklebt an Startnummer) spielte es sowieso
keine Rolle wo man startet. |
| Nach knapp 2 Minuten
war ich am Start und konnte gleich von Anfang an frei
laufen. Es waren doch noch einige hinter mir denn es
"rannten" ununterbrochen Läufer an mir vorbei. |

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Und so kam es dass ich
nach KM 1 den ich in 6:39 zurücklegte mit großem
Abstand letzter war, der "Besenwagen" der hier ein
Rettungswagen war bedrängte mich ein wenig, aber bei KM
2 konnte ich die ersten schon wieder zurück überholen.
Es gab doch tatsächlich Sportler die sich für einen
Marathon anmelden und bei KM 2 schon beginnen zu
gehen!?! |
| So wie es sich für
einen Stadtmarathon gehört, ging es bis KM 5 durch ein vorweihnachtlich
geschmücktes Reggio. |

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Aber dann wurde es
einsam in der Po-Ebene.
Zw. KM 5 und KM 39 ging es zu 95 % über ländliche
Straßen, Sightseeing Faktor gleich 0
Da es bei diesem Lauf mit insgesamt 1859 Teilnehmern
einen "Ausländeranteil" von ca. 1% gibt ist das
"ratschen" während des laufens sehr dürftig ausgefallen.
Bei KM 30 traf ich dann aber Veronika ich spielte für
sie den pers. Pacemaker und versuchte sie in 5 Std.
durchzubringen, da sie englisch konnte hatte ich endlich
etwas Unterhaltung.
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Die
Verpflegungsstationen waren Top!
Sie waren fast so etwas wie kl. Dörfer, ein Bus der die
"Aufgebenden" zurück bringt, Rettungswägen und 6 Tische
zum Bedienen
1. Eigenverpflegung, 2. Wasser, 3. Obst
4. warmer Tee, 5. Kekse und Schokoriegel
6. Iso
An einer Verpflegungsstation haben uns die sehr netten und schon leicht
angetrunkenen Helfer sogar Lambrusco und Kuchen
angeboten. |

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Dann war es fast
geschafft und ich steuerte planmäßig auf meine 4:59 zu
und hatte immer noch Veronika im Schlepptau, die ich die
letzten KM doch recht "schliff", in einem Mix aus nicht
vorhandenen Italienisch und schlechtem englisch
"drillte" ich sie weiterzumachen
"Senza quattro Kilometris", "Senza otto Minuti", "in due
Minutis no Pain only Proudness" |
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Zu meiner Freude standen kurz vor
dem Ziel Petra und die Kinder. Christian wollte dann
den Papa auf den letzten 100 Metern begleiten.
Und planmäßig kam ich nach 4:59:11 im Ziel an.
Leider musste ich in der Ergebnisliste sehen dass
Veronika
wegen unserer unterschiedlichen Nettozeiten um 36
Sekunden über der 5 Std. Marke war.
Aber sie war überglücklich und bedankte sich bei mir
für´s "Anfeuern" und ich mich für die nette
Gesellschaft. |
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Im Ziel gabs dann die schönste Medaille die ich bisher
bekommen habe und statt der üblichen Wärmefolien ein
schönes Handtuch mit Logo der Veranstaltung. Bei der
Chiprückgabe bekam man dann noch ein Säckchen mit guten
Geschenken.
z.B. eine Flasche hochwertigen Balsamico Essig, Gnocchis,
Nudeln, Riegel, ....
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Man kann sagen dass der Test für Biel sehr erfolgreich
war, (war zwar mit Abstand der langsamste Lauf) aber ich fühlte mich hervorragend und hätte sicher noch
einige KM laufen können. Ein Hochgefühl wollte sich
den ganzen Lauf aber nicht einstellen, es stimmen wohl die
Aussagen
"No Risk - No Fun" und "No Pain - No Gain".
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Danach ging es sofort zurück,
jedoch machten wir
natürlich einen kurzen Abstecher an den
Gardasee, der direkt auf dem Weg lag.
Unser "Italien-Winter-Marathon-Wochenende" endete dann
um 21:15 Uhr als wir wieder Zuhause ankamen.
Ein Riesen Lob an meine Frau und vor allem an die Kinder
die das ganze Jahr irgendwo im Ziel auf Papa warten bzw.
im Auto sitzen müssen und sich nie beklagen.
Danke!!! |
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Über 70 Fotos (Hotel, Museum, Strecke,
...) findet Ihr unter diesem Link. Viel Spaß
http://picasaweb.google.com/lt.zwecks.da.gaudi/2008_12_14_Reggio
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