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Bericht:
"Bergauf - Bergab" zu neuen Rekorden
Im Vorfeld hörte ich von Bekannten und Kollegen nur gutes über den
Traunsteiner Halbmarathon und da es nur noch 69 Tage zu meinem
Saisonhighlight - "Der Roth Challenge" sind, wollte ich wieder einen
"Wettkampf-Koppellauf" wagen.
Also um 7:30 Uhr ab auf´s unbequeme Triathlon Rad und bei perfektem
Sportwetter die 50 KM nach Traunstein abstrampeln, offenbar hatten die
letzten harten Trainingswochen fast keine Spuren hinterlassen, denn ich
war (für meine Verhältnisse) doch recht flott unterwegs.
In Traunstein angekommen traf ich mich mit Attila, der am Vortag an
einem recht heftigen und langen Jungessellen Abschied teilgenommen hatte
und halb verschlafen, halb verkatert die Startunterlagen abgeholt hatte.
Zu den Startunterlagen bekam jeder ein schönes Funktionsshirt mit
Aufdruck der Veranstaltung.
Dann schnell zum Einlaufen und hier merkten wir das die letzten Tage,
die Anfahrt bzw. bei Attila die letzte Nacht doch ihre Spuren
hinterlassen hat, so wurde wie gewohnt sehr tief gestapelt,
Attila wollte 2:00 anpeilen und ich eine "optimistische" 1:35.
Ich habe schlauerweise meine Gel´s bei meinem Rad vergessen und so holte
ich noch 1 Minute vor dem Start das einzig essbare das die freundlichen
Helferinnen hatten. Eine Hand voll Gummibärchen!
So ging es mit vollem Mund und die zähe Masse kauend zum Start (leider
zu weit hinten) und auf die ersten Meter des Laufes.
Natürlich durch meine Schuld (zu weit hinten) war der erste KM eine
Qual, wieder mal haben sich Läufer die 2:15 anpeilen in die vorderen
Reihen gestellt um dann natürlich locker zu 3. und fröhlich plaudernd nebeneinander
zu laufen.
Leider ist die Strecke am Anfang sehr schmal, was das Überholen
natürlich nicht leichter macht.
Nach ca. 1 KM hatte ich mich "freigekämpft" und konnte nun
endlich frei
laufen.
Besonderheit beim Traunsteiner Halbmarathon es wird rückwärts gezählt so
kommt das erste Schild nach 1,1KM und zeigt noch 20KM an, ungewohnt aber durchaus nicht schlecht so hat
man die 100 Meter am Ende nicht mehr.
Es ging bei strahlendem Sonnenschein an der Traun entlang, optisch eine
wunderbare Strecke aber leider ging es immer wieder kurz bergauf und
wieder bergab, was auch wirklich beeindruckend war, wie viele "Fans" sich
auf der Strecke einfanden, es gab regelrechte "Stimmungsnester".
Nach ca. 6 KM gab es eine Wende und es ging auf der anderen Seite der
Traun zurück, hier hatten wir dann auf den nächsten 4 KM mit leichtem
Gegenwind zu kämpfen.
Meine Uhr sagte mir aber, dass ich trotz des "Hinradelns" auf 1:30:xx Kurs
war, ich ging aber (noch) davon aus das Tempo nicht bis zum Ende halten zu können.
Bei der ersten (von insgesamt 5) Verpflegungsstation griff ich mir einen
Becher und den konnte ich dank "Sven´s Tipp" diesmal sogar im
laufen trinken,
statt wie sonst die Hälfte über die Nase zu inhalieren und die andere
Hälfte verschütten. Danke!
Nach ca. 10 KM waren wir wieder fast an Start / Ziel, aber nun mussten
wir noch nach Norden um einen weiteren ca. 5 KM entfernten Wendepunkt zu
passieren.
Wieder ging es an der Traun entlang, u.a. unter dem "Aquädukt" durch, mir ging
es ausgezeichnet und so wurde ich immer schneller, mittlerweile war ich
schon auf 1:29:xx Kurs.
So ging es bis eine "Wand" vor mir aufragte, geschätzte 40 HM in einer
Steigung von mind. 20%, rechts gingen Stufen und links ein Trampelpfad,
nach 2 Stufen entschloss ich mich für den Trampelpfad, als ich oben
angekommen war brannten meine Oberschenkel derart das ich nicht wusste
wie ich wieder ordentlich in Schwung kommen sollte, aber nach ca. 100m
ging es wieder vernünftig vorwärts. Natürlich wo es bergauf geht, kommt
auch wieder ein bergab Stück leider war es ebenfalls sehr steil und man
konnte es nicht so richtig laufen lassen.
Unten angekommen ging es wieder an der Traun zurück, und da ich mich
immer noch bestens fühlte arbeitete ich mich nun nach und nach einen
Platz nach vorne.
| Und 3KM vor dem Ziel war ich
wieder auf 1:29:xx Kurs es könnte sogar eine neue Bestzeit
rausspringen, aber mir wurde im Vorfeld gesagt, dass kurz vor dem Ziel noch der
"Stadtberg" zu bezwingen ist, nun wollte ich ein kleines Polster rauslaufen, ich erhöhte noch mal die Geschwindigkeit und lief im
3:45er Schnitt dem Ziel entgegen, dann kam der letzte Berg "der
gefürchtete Stadtberg" ich "erklomm" ihn und nun noch eine
Ehrenrunde um die Kirche, dann sah ich auch schon das Ziel. |
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ca. 50 Meter vor dem Ziel erkannte
ich die Zeit unter dem Zielbogen nicht richtig, ich ging von
1:29:05 aus und spurtete dem Ziel entgegen, denn es sollte zu
meiner alten HM Zeit 1:29:27 knapp werden, aber im Ziel sah ich
das es 1: 28 :21 waren!!! |
| Nun schnell zur überragenden
Verpflegung, (Kuchenbuffet, Schokoriegel, Powerbar Riegel und
Gel, Obst, ...) solange noch alles da ist, und es war
tatsächlich so, dass die Läufer ab ca. 1:55 ein nur noch sehr
reduziertes Buffet vorfanden. |
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Auch Adelholzner als Sponsor
verteilte kräftig die gesamte Produktpalette. |
| Eine Perfekte Massage gab es
auch, hier stand das Team des
Reha - Med
Traunstein bereit, die geschunden Läuferbeine wieder fit zu
machen. |
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Während ich beim massieren lag und
es mir gut gehen ließ, konnte man die Laufkollegen noch auf
ihren letzten Metern zuschauen.
Und plötzlich stand Attila vor mir, statt seiner Angepeilten
2:00 Zeit, lief er ebenfalls eine neue Bestzeit, nach
ausgezeichneten 1:43:15 kam er ins Ziel und das bei 3 Std.
Schlaf und einem verdammt hartem Abend. !!!RESPEKT!!! |
Es gab eine riesen Tombola, zuerst
gab es ca. 40 Preise die vorab gezogen und im Ziel anhand einer Startnummernliste
bekannt gegeben wurden.
Nach einer zügigen Siegerehrung bei der nur die AK-Sieger einen
Pokal bekamen, wurden dann die 10 Hauptpreise gezogen,
leider gingen Attila und ich leer aus. :-( |
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Danach ging es dann mit dem Rad
wieder zurück und eine schwarze Regenwolke die mich verfolgte
machte mir "ordentlich Beine". |
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